Hallo ,
stellen Sie sich vor, Sie müssten frühmorgens jeden Tag dieselbe Hose anziehen, es gäbe dreimal täglich nur noch Nudelsuppe, und Sie müssten sich beim Essen immer genau dasselbe Lied anhören. Selbst wenn Louis Armstrong zu jeder Mahlzeit „What a Wonderful World“ schmettern würde – spätestens nach drei Tagen würde ich ohne Hose und Frühstück das Haus verlassen, um der Eintönigkeit entfliehen zu können.
Dieses kleine Gedankenspiel sollte uns allen bewusst machen, wie wertvoll Vielfalt in unser aller Alltag ist. Wie großartig ist es doch, dass sich jede(r) so anziehen kann, wie er oder sie es mag, und wie schön, dass ich zum Mittagessen Herbert Grönemeyer mit „Currywurst“ und zum Kaffee Udo Jürgens mit „Aber bitte mit Sahne“ hören kann.
Vielfalt schafft jedoch nicht nur persönliche Bereicherung im Alltag, sondern sie ist ein Grundprinzip der Natur. Sie sorgt dafür, dass alles im Gleichgewicht bleibt, auch wenn mal eine Tier- oder Pflanzenart verschwindet.
Dieses Prinzip der Artenvielfalt wird auch im ökologischen Landbau, wie z. B. auf dem Gut Ogrosen, berücksichtigt. Hier hat man nicht nur eine große Vielfalt der Anbaukulturen etabliert, sondern trägt auch aktiv zur Artenvielfalt in der Natur bei. Wie das genau funktioniert, können Sie bei unserer nächsten Lernreise am 18. Oktober erfahren. Und wenn Sie dann am Abend mit vielen tollen Eindrücken wieder zu Hause sind – wer weiß … dann heißt es vielleicht: „Es gibt Reis, Baby!“
Herzlichst
Ihr Sebastian Zoepp |