Bürgerenergie in OSL wird konkret: Erste Solarprojekte in Calau und Vetschau in Prüfung

Im Projekt MachMaWatt! nimmt der Aufbau einer Bürgerenergiegenossenschaft für die Region weiter Fahrt auf. Was bislang vor allem in Arbeitsgruppen vorbereitet wurde, wird jetzt immer greifbarer: In Calau und Vetschau stehen bereits die ersten möglichen Photovoltaik-Projekte auf dem Prüfstand.

Damit geht die angehende Bürgerenergie Oberspreewald-Lausitz den nächsten wichtigen Schritt. Ziel ist es, tragfähige Vorhaben auszuwählen, mit denen die künftige Genossenschaft erfolgreich starten kann. Aus einer engagierten Initiative wird damit zunehmend eine Organisation mit konkreten Projekten und klarer Perspektive.

ZdK-Aufnahme bringt Bürgerenergie OSL bei der Gründung voran

Auch organisatorisch gibt es Rückenwind. Die Bürgerenergie Oberspreewald-Lausitz wurde vom Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e. V. (ZdK) aufgenommen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Gründungsprozess. Mit dem ZdK steht der Gruppe nun ein erfahrener Partner zur Seite, der in rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Fragen berät und die verpflichtende Prüfung durch einen Genossenschaftsverband unterstützt.

Für die Initiatorinnen und Initiatoren ist diese Aufnahme mehr als eine Formalie. Sie zeigt, dass die Gruppe auf einem belastbaren Weg unterwegs ist. Denn der ZdK wählt seine Mitglieder nicht beliebig aus, sondern begleitet gezielt Vorhaben mit Substanz.

Jetzt wird es konkret: Mit Checkliste, Satzungsvorlagen und ersten Planungsgrundlagen arbeitet die Gruppe daran, die Genossenschaft rechtsverbindlich auf den Weg zu bringen. Ein zentraler nächster Schritt ist die Fertigstellung der Satzung. Darin werden unter anderem Fragen zu Mitgliedsrechten, Beiträgen und möglicher Gewinnverteilung verbindlich geregelt. Die öffentliche Gründungsversammlung ist für diesen Sommer geplant.

MachMaWatt-App unterstützt Kommunen bei Bürgerenergie-Projekten

Hilfreich für den Start ist außerdem ein neues digitales Werkzeug: die MachMaWatt-App. Sie unterstützt Kommunen und Bürgerenergie-Akteure dabei, aus ersten Ideen tragfähige Energieprojekte zu entwickeln. Schritt für Schritt führt die Anwendung durch zentrale Fragen zu Flächen, Beteiligten und Kooperationsmodellen.

Am Ende erstellt die App ein individuelles Exposé, das Chancen, Risiken und nächste Schritte übersichtlich zusammenfasst. Besonders nützlich: Verschiedene Konstellationen lassen sich direkt durchspielen. So wird schneller sichtbar, welches Modell vor Ort sinnvoll sein kann.

Unser Eindruck: Bei MachMaWatt! ist deutlich zu sehen, wie aus Beteiligung konkrete Umsetzung wird. Mit ersten Projektprüfungen, fachlicher Unterstützung im Gründungsprozess und passenden digitalen Werkzeugen kommt die Bürgerenergie in der Region spürbar ins Arbeiten.

Kommunikationsstrategie soll Bürgerenergie in der Region sichtbar machen

Parallel dazu entsteht die Grundlage für einen sichtbaren Auftritt in der Region. Die Gruppe arbeitet an einer eigenen Kommunikationsstrategie, um Unterstützerinnen und Unterstützer zu gewinnen, neue Mitglieder anzusprechen und künftig transparent über die ersten Photovoltaik-Projekte zu informieren. Damit wächst nicht nur die Organisation, sondern auch ihre öffentliche Präsenz.

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Die AG Bürgerenergie trifft sich regelmäßig und freut sich über weitere Interessierte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Bereitschaft, gemeinsam an einer regional verankerten Energiewende mitzuwirken.

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