Planungsleistungen gesucht: Ausschreibung zum Skaterplatz gestartet

Planungsleistungen gesucht: Ausschreibung zum Skaterplatz gestartet

Die Aufwertung des Skaterplatzes in der Vetschauer Neustadt nimmt Fahrt auf: Im Rahmen des Förderprojekts PartizipNatur hat die SPREEAKADEMIE gGmbH die Planungsleistungen für zwei Vorhaben öffentlich ausgeschrieben.

Gesucht werden Fachbüros für die Neugestaltung des Skaterplatzes als naturnaher Spiel- und Erlebnisraum (Los 1) sowie für die ökologisch-soziale Aufwertung weiterer kommunaler Grünflächen in Vetschau und den Ortsteilen (Los 2).

Interessierte Büros können ihre Teilnahmeanträge bis zum 1. August 2025, 12:00 Uhr einreichen: 

Die Planung soll die vielen gesammelten Ideen aus den bisherigen Beteiligungsformaten fachlich weiterentwickeln. Auch die zukünftige Planung weiterer Grünflächen im Rahmen des Förderprojekts „PartizipNatur“ soll gezielt die Menschen vor Ort einbinden.

FAQ: Bisher beantwortete Fragen zum Teilnahmewettbewerb Los 1 („Umgestaltung Spielplatz Skaterplatz“) / Los 2 („Maßnahmenplanung ökologisch-soziale Aufwertung kommunale Grünflächen“)

Auf diesem Wege bieten wir Ihnen weiterführende Informationen zum aktuell laufenden Teilnahmewettbewerb. Hier veröffentlichen wir Fragen bzw. Anmerkungen von Interessent*innen und unsere Antworten. Weitere Fragen können Sie gern per E-Mail an zoepp@spreeakademie.de stellen.

3. Anmerkung Interessent v. 23.07.25

In der Ausschreibung wird bei vielen Maßnahmen von „Umgestaltung“ oder „Neugestaltung“ gesprochen z.B. für das Areal um den Skaterplatz, das Außengelände einer Grundschule, ein Busrondell, ein Naturhafen, … Für mich geht aus der Aufgabenstellung nicht hervor, um welchen Umfang es sich bei der jeweiligen Maßnahme handelt.

Geht es um die Ergänzung von Einzelelementen wie Pflanzen und Infotafeln oder um eine flächige Neuanordnung von z.B. Wegen, Bepflanzung, Ausstattung etc., also ein neuer Entwurf der Fläche?

Antwort Spreeakademie vom 23.07.25 auf 3. Anmerkung

Leider lässt sich der genaue Umfang der Leistungen im Los 2 derzeit noch nicht abschätzen. Die Planungsleistungen stehen im direkten Zusammenhang mit den Ergebnissen aus den Beteiligungsprozessen insbesondere in den Ortsteilen. Die Gestaltungsideen aus dem bisherigen Prozess sind jedoch unterschiedlich konkret und auch vom Umfang her unterschiedlich groß. So gibt es sehr konkrete Ideen wie die Umgestaltung des Naturhafens in Raddusch, was entsprechend auch einen großen Planungsaufwand bedeutet. In der Vetschauer Kernstadt besteht zudem Interesse an der Umfeldgestaltung der Schule, was auch eine größere Planung bedeutet würde. Darüber hinaus gibt es eher kleinere Gestaltungsideen, wie die Umgestaltung des Busrondells. Einige der derzeit bekannten Ideen laufen somit eher auf eine Ergänzung mit Einzelelementen hinaus, andere Ideen wie z.B. der Naturhafen und das Umfeldgestaltung der Schule würden wahrscheinlich auch eine zumindest teilweise Neuanordnung von Wegen und Flächen bedeuten.

Uns ist bewusst, dass es diese etwas diffuse Ausgangslage etwas schwierig macht, insbesondere bei Los 2 den konkreten Arbeitsaufwand abzuschätzen. Wir schlagen daher vor, im Rahmen der Verhandlungsvergabe ein Angebot für zwei, drei realistische Varianten abzugeben. Beispielsweise könnten Sie anbieten, dass bei dem geschätzten Gesamtvolumen von 40.000 € Planungsleistungen für zwei größere Maßnahmen wie den Naturhafen und das Schulgelände sowie ggf. noch zwei kleinere Maßnahmen a x Quadratmeter möglich sind. Oder aber eine größere Maßnahme mit drei bis vier kleineren Maßnahmen a x Quadratmeter kombiniert werden kann. Sie können somit selbst im Angebot ein Stück weit definieren, was aus Ihrer Sicht realistisch umsetzbar ist. Da der Auftragnehmer im weiteren Verlauf direkt in den Beteiligungsprozess eingebunden sein wird besteht hier jeweils die Möglichkeit, auf den tatsächlichen Planungsaufwand Einfluss zu nehmen.

Für uns sind in Los 2 generell die Qualität des partizipativen Planungsprozesses und die Ausrichtung des Gesamtkonzepts an Kriterien einer naturnahen Grünflächengestaltung wichtiger, als die Menge der Maßnahmen. Entsprechend liegt auch bei den Zuschlagskriterien die höchste Gewichtung mit 40% bei der Qualität & Plausibilität des Entwurfskonzepts und 10% werden für Erfahrungen in partizipativen Planungsprozessen angerechnet.

2. Anmerkung Interessent v. 22.07.25

Der Umfang der Leistungsphasen 1 bis 6 – von der Grundlagenermittlung, über Bürgerbeteiligung bis zur Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten – ist sehr sportlich für einen Zeitraum von zwei Monaten (für Los 1 Anfang September bis November).

In den Vergabeunterlagen steht, dass die Erstellung bzw. Organisierung der digitalen Plangrundlagen durch den Auftragnehmer erfolgen soll. Das ist unüblich und zählt als besondere Leistung nach Anlage 11 (zu § 39 Absatz 4, § 40 Absatz 5) der HOAI. Ich möchte Ihnen die Empfehlung mitgeben, den Projektzeitplan zu entlasten, wenn es Ihnen möglich ist, indem Sie die Vermessung der Fläche selbst im Vorhinein der Vergabe der Planungsleistungen bereits veranlassen.

Antwort Spreeakademie vom 22.07.25 auf 2. Anmerkung

Bezüglich der Zeitplanung ist uns bewusst, dass wir hier in engen Zeiträumen geplant haben. Hierfür besteht jedoch eine besondere Dringlichkeit, die mit dem fristgerechten Mittelabfluss in unserem Förderprojekt zusammenhängt. Mittel, die wir nicht in 2025 verausgaben, stehen möglicherweise in 2026 nicht mehr zur Verfügung. Ein früherer Beginn der Vergabe war nicht möglich, da zunächst der Mittelgeber den sich aus dem Projektverlauf heraus entstandenen Änderungen zustimmen musste.

Der Prozess der Bürgerbeteiligung ist im Wesentlichen schon abgeschlossen. Wir haben selbst bereits mehrere Beteiligungsformate durchgeführt und verschiedene Rückmeldungen der Nutzer*innen zu gewünschten Veränderungen auf dem Skaterplatz. Die Ergebnisse aus dem bisherigen Beteiligungsprozess liegen aufbereitet vor und können direkt bei der Planung berücksichtigt werden. Für den Skaterplatz sind aus unserer Sicht nur noch eine, max. zwei öffentliche Beteiligungsformate notwendig. Beim 1. Termin ist angedacht, dass hier ein Planentwurf präsentiert wird, der für einige Gestaltungselemente verschiedene Varianten aufzeigt. Das Feedback aus diesem 1. Termin ist dann in den Planentwurf einzuarbeiten und ggf. noch einmal in einer finalen Fassung öffentlich zu präsentieren.

Der gesamte Umgestaltungsprozess am Skaterplatz wird bei uns von einer Mitarbeiterin organisiert und koordiniert. Auftragnehmer*innen haben daher eine zentrale Ansprechperson, die verschiedene Aufgaben im Prozess auch z.B. Abstimmungsaufgaben mit der Stadtverwaltung übernehmen kann. Damit ist von unserer Seite eine optimale Prozessbegleitung gewährleistet.

Den Hinweis mit dem digitalen Erfassen der Fläche nehmen wir gern auf und klären zeitnah mit dem Mittelgeber, ob wir diese Leistung ggf. herauslösen und so den Prozess beschleunigen können. Grundsätzlich sind wir auch während der Verhandlungsvergabe daran interessiert, gemeinsam mit potentiellen Auftragnehmer*innen Wege zu finden, den Gesamtprozess soweit möglich zu beschleunigen bzw. soweit anzupassen, dass er den Notwendigkeiten aus Sicht des Mittelgebers entspricht.

1. Anmerkung Interessent v. 18.07.25: 

Wir erhielten die Ausschreibung der Spreeakademie zu den beiden Planungsleistungen in Vetschau Skaterplatz/Grünflächen. Wir würden gern teilnehmen, den Zeitplan halten wir aber für nicht realistisch. Es sollen alle Leistungsphasen nach HOAI bearbeitet werden, dazu kommen mehrere Beteiligungsworkshops. Das ist beim besten Willen nicht in 10 Wochen unterzubringen.

Noch eine Frage: Sollte es unter Punkt 3 heißen Leistungsphasen 1-3 oder 1-9?

Antwort Spreeakademie vom 18.07.25 auf 1. Anmerkung

Bezüglich der Zeitplanung ist uns bewusst, dass wir hier in engen Zeiträumen geplant haben. Hierfür besteht jedoch eine besondere Dringlichkeit, die mit dem fristgerechten Mittelabfluss in unserem Förderprojekt zusammenhängt. Mittel, die wir nicht in 2025 verausgaben, stehen möglicherweise in 2026 nicht mehr zur Verfügung. Ein früherer Beginn der Vergabe war nicht möglich, da zunächst der Mittelgeber den sich aus dem Projektverlauf heraus entstandenen Änderungen zustimmen musste.

 

Bezüglich der Beteiligungs-Workshops kann ich Ihnen mitteilen, dass hierfür in Los 1 (Umgestaltung Spielplatz) nur noch etwa 1 bis 2 Veranstaltungen im Rahmen des Planungsprozesses notwendig sind. Die wesentliche Vorarbeit wurde bereits von uns erledigt. Ausschließlich beim Los 1 sind die Leistungsphasen 1 bis 9 zu erbringen.

 

Beim Los 2 „Maßnahmenplanung ökologisch-soziale Aufwertung kommunale Grünflächen“ sind nur die Leistungsphasen 1-3 zu erbringen.

 

Generell ist es auch möglich, Unterauftragnehmer für einzelne Teilaufgaben zu beauftragen.