Skaterplatz Vetschau erneut ausgezeichnet: Ein Preis für alle, die anpacken
Aus Ideen entsteht ein Treffpunkt, aus gemeinsamem Anpacken gelebte Demokratie. Der Skaterplatz Vetschau zeigt, was Menschen erreichen, wenn sie ihre Stadt selbst mitgestalten. Heute finden hier alle Generationen Raum für Bewegung, Begegnung und Austausch. Für dieses Engagement erhielt das Projekt beim Wettbewerb „machen!2026“ der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt einen Preis in der Kategorie „Lebensräume gestalten“.
Kinder, Jugendliche, Familien und Nachbarn haben den Skaterplatz in der Vetschauer Neustadt gemeinsam verändert. Sie brachten Ideen ein, planten mit und packten selbst an. Auf Mitmachbaustellen und bei gemeinsamen Aktionen gestalteten sie den Platz nach ihren Vorstellungen. Heute treffen sich hier Jung und Alt. Die einen skaten und spielen, andere tauschen sich aus, lernen voneinander oder genießen die gemeinsame Zeit.
Der Preis würdigt deshalb nicht nur den neu gestalteten Platz. Er zeichnet vor allem die Menschen aus, die ihn mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrem Einsatz zu einem Treffpunkt für alle gemacht haben.
„Demokratie ist anstrengend“
Bei der Preisverleihung dankte Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Sie würdigte die Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft ihrer Städte und Gemeinden gestalten. „Demokratie ist anstrengend“, sagte Kaiser. Denn wer mitgestalten will, muss zuhören, unterschiedliche Interessen abwägen, Kompromisse finden und selbst aktiv werden. Das kostet Zeit und Kraft.
Wie viel Menschen dafür leisten, zeigt der Deutsche Freiwilligensurvey 2024. In der Altersgruppe von 30 bis 49 Jahren engagieren sich 40,4 Prozent freiwillig, bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 37,6 Prozent. Viele von ihnen stehen mitten im Berufs- und Familienleben. Trotzdem organisieren sie Veranstaltungen, helfen anderen und setzen sich für ihre Nachbarschaft ein. Oft nach Feierabend oder am Wochenende.
Dieses Engagement verdient Anerkennung. Denn Ehrenamtliche schenken der Gemeinschaft Zeit, die ihnen selbst und ihren Familien fehlt.
Ohne Ehrenamt geht es nicht
Ehrenamtliche halten unsere Gesellschaft am Laufen. Sie trainieren Kinder im Sportverein, löschen Brände, unterstützen Menschen in Not und gestalten öffentliche Plätze. Ohne sie würden viele Angebote und Projekte fehlen. Sie bringen Menschen zusammen, stärken den Zusammenhalt und setzen Ideen in die Tat um. Am Skaterplatz Vetschau lässt sich das erleben. Die Menschen vor Ort haben nicht nur über Veränderungen gesprochen. Sie haben mitgeplant, Lösungen gefunden und selbst Hand angelegt. So entstand mehr als ein neuer Treffpunkt.
Der Skaterplatz zeigt, wie Demokratie im Alltag funktioniert: Menschen reden mit, entscheiden gemeinsam und übernehmen Verantwortung.
Dieser Preis gehört den Menschen in Vetschau
Wir von der SPREEAKADEMIE freuen uns über die erneute Auszeichnung. Noch mehr freuen wir uns über die Menschen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Unser Dank gilt allen, die den Skaterplatz mitgestaltet haben. Und er gilt den vielen Ehrenamtlichen, die sich Tag für Tag für Vetschau einsetzen. Sie investieren ihre Freizeit, teilen ihr Wissen, übernehmen Verantwortung und bleiben auch bei Schwierigkeiten am Ball. Ohne ihren Einsatz wäre vieles nicht möglich. Der „machen!“-Preis erinnert uns daran: Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die nicht nur zuschauen und kommentieren. Sie braucht Menschen, die Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken.
Danke an alle, die Vetschau mitgestalten und unsere Stadt jeden Tag ein Stück lebenswerter machen. Machen wir weiter. Gemeinsam!
PartizipNatur – Gemeinsam Zukunft gestalten. Naturnah!
Mit unserem Projekt PartizipNatur wollen wir zeigen, wie Gemeinden und ihre Bürger*innen aktiv Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen können.
Gemeinsam mit der Stadt Vetschau und den 10 Ortsteilen entwickeln wir lokale Lösungen für öffentliche Grünflächen, um die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. Durch die aktive Einbindung der Menschen vor Ort stärken wir nicht nur den Zusammenhalt in der Gemeinde, sondern schaffen auch konkrete Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität – zum Beispiel mit bienenfreundlichen Staudenbeeten auf Dorfplätzen oder naturnah gestalteten Spielplätze mit Naschecken.